Hamburg wollte seine Bodenpolitik neu ordnen. Verkäufe sollten zur Ausnahme werden. Stattdessen sollte das Erbbaurecht dominieren. Drei Jahre nach der Verfassungsänderung zeigt sich jedoch ein Spannungsfeld. Große Entwicklungsgebiete stoßen an finanzielle und strukturelle Grenzen. Der Senat beantragt nun, in fünf zentralen Quartieren bis zu 35 Prozent der Grundstücke zu verkaufen. Die Diskussion fällt in eine Phase, in der auch der Wohnungsmarkt unter Druck steht, wie bei bezahlbarem Wohnraum in Hamburg deutlich wird. Die Stadt sucht daher nach einem Ausgleich zwischen politischem Anspruch und wirtschaftlicher Realität.

Dienstag, 24 Februar 2026 17:42

Hamburg ersetzt Norderelbbrücken

Hamburg plant den vollständigen Austausch der Norderelbbrücken der Bahn. Täglich nutzen rund 660 Züge diese Verbindung. Die Bauwerke gelten als technisch überaltert. Gleichzeitig soll die Zahl der Gleise von 4 auf 6 steigen. Das Projekt betrifft einen der wichtigsten Verkehrsknoten Norddeutschlands. Die bestehenden Überbauten stammen aus dem Jahr 1926, die Widerlager sogar aus 1870. Damit erreichen zentrale Elemente ein Alter von bis zu 156 Jahren. Der Senat und die Deutsche Bahn sprechen von einem der größten Infrastrukturvorhaben der Stadt.

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