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Dienstag, 01 April 2025 15:19

28-Jähriger wegen versuchten Totschlags vor Gericht

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Prozessauftakt in Hamburg: Prozessauftakt in Hamburg: pixabay/Foto illustrativ

Am Hamburger Landgericht begann der Prozess gegen einen Mann, der im September 2024 im Schanzenviertel auf einen anderen geschossen und dabei einen Unbeteiligten verletzt haben soll. Der Vorfall löste damals einen Großeinsatz der Polizei aus. Jetzt steht der Tatverdächtige vor Gericht.

Inhaltsverzeichnis:

Angriff am Schulterblatt mit Schusswaffe

Am 21. September 2024, gegen 21 Uhr, kam es vor dem Imbiss „Haus des Döners“ im Hamburger Stadtteil Sternschanze zu einem bewaffneten Angriff. Drei junge Männer saßen vor dem Lokal, als sich ein vierter Mann der Gruppe näherte. Laut Anklage schrie der Angreifer „Du willst mich wohl verarschen“, zog eine Pistole und richtete sie auf den Kopf eines der Männer.

Der Schuss löste sich, traf jedoch nicht das beabsichtigte Ziel, sondern einen unbeteiligten 22-Jährigen, der daneben saß. Der Mann erlitt eine Verletzung an der Schulter und wurde ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand stabilisierte sich nach der Versorgung.

Festnahme des Tatverdächtigen in Bramfeld

Der mutmaßliche Schütze flüchtete zunächst vom Tatort. Erst einen Monat später, im Oktober 2024, konnte er von der Polizei im Hamburger Stadtteil Bramfeld festgenommen werden. Die Ermittlungen führten über Zeugenaussagen und Kameraaufzeichnungen zur Identifikation des Verdächtigen.

Die Polizei bestätigte, dass es sich bei dem Festgenommenen um einen 28-jährigen Deutschen handelt. Er wurde in Untersuchungshaft genommen. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung.

Auftreten des Angeklagten beim Prozessauftakt

Zum Prozessauftakt am Hamburger Landgericht zeigte sich der Angeklagte selbstsicher. Er trat ruhig auf, blickte offen in den Gerichtssaal, lächelte mehrfach. Auf die Frage der Vorsitzenden Richterin, wie es ihm gehe, antwortete er laut: „Mir geht es sehr gut.“ Bisher äußerte er sich nicht zu den Tatvorwürfen, kündigte jedoch eine Stellungnahme für die nächste Sitzung an.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem gezielten Angriff aus, dessen Motiv noch unklar ist. Dem Angeklagten drohen mehrere Jahre Haft. Der Prozess wird in den kommenden Wochen fortgesetzt.

Überblick über die wichtigsten Fakten

  • Tatzeit: 21. September 2024, ca. 21 Uhr
  • Ort: Imbiss „Haus des Döners“, Schulterblatt, Hamburg
  • Verletzte Person: 22-jähriger Unbeteiligter, Schultertreffer
  • Tatverdächtiger: 28-jähriger Mann, in Bramfeld festgenommen
  • Vorwurf: Versuchter Totschlag, gefährliche Körperverletzung
  • Prozessbeginn: 31. März 2025 vor dem Landgericht Hamburg

Der Prozess wird mit Spannung verfolgt. Die Justiz klärt nun, was genau an jenem Abend im Schanzenviertel geschah.

Quelle: Tagesschau, www.milekcorp.com/de/