Inhaltsverzeichnis:
- Nur unter Schutz zu Pierre B.
- Angriff mit einer Schere im Dezember 2023
- Schöffin schwänzt, Verfahren geplatzt
- Neuer Prozesstermin steht fest
Nur unter Schutz zu Pierre B.
Pierre B. gilt als besonders gefährlich. Der junge Mann ist bereits wegen Raubes und Erpressung verurteilt. Im Gefängnis zeigt er laut Behörden ein extremes Gewaltpotenzial. Beamte betreten seine Zelle nur in Gruppen und mit vollständiger Schutzausrüstung.
Am Mittwoch wurde er in Handschellen und Fußfesseln in den Gerichtssaal gebracht. Trotz seiner einschüchternden Erscheinung – durchtrainiert und mit einem präzisen Kurzhaarschnitt – verhielt er sich ruhig. Das war eine Ausnahme, denn der Wittenberger ist im Gefängnis als unberechenbarer Gewalttäter bekannt.
Angriff mit einer Schere im Dezember 2023
Im Dezember 2023 soll Pierre B. versucht haben, einen Justizbeamten mit einer Schere zu töten. Nach einem Angriff auf Mitinsassen sollte er auf die Sicherheitsstation verlegt werden. Dabei zog er laut Ermittlungen eine Schere aus seiner Hosentasche und stach mehrfach auf einen Beamten ein.
Die Tatwaffe zerbrach jedoch am Schutzvisier des Beamtenhelms. Der Beamte blieb unverletzt. Dennoch wertet die Staatsanwaltschaft den Vorfall als versuchten Mord. Der Vorwurf ist schwerwiegend und wäre nun vor Gericht verhandelt worden.
Schöffin schwänzt, Verfahren geplatzt
Der geplante Prozessauftakt wurde durch das Fernbleiben einer Schöffin verhindert. Die ehrenamtliche Richterin war ohne Entschuldigung in ein Ferienlager gefahren. Das Gericht reagierte mit einem Ordnungsgeld von 500 Euro.
Eine Ersatz-Schöffin wurde telefonisch einberufen. Doch auch dieser Versuch scheiterte. Die nachnominierte Schöffin teilte mit, dass sie am kommenden Montag in den Urlaub fahre und für weitere Termine nicht zur Verfügung stehe.
Neuer Prozesstermin steht fest
Richter Michael Dahms setzte das Verfahren daraufhin aus. Der neue Termin ist für den 14. Juli angesetzt. Ob der Prozess dann tatsächlich beginnt, bleibt offen. Die Justiz steht unter Druck, den gefährlichen Fall endlich zu verhandeln.
Quelle: TAG24, webrivaig.com/de