Inhaltsverzeichnis:
- Angriff auf Stiefmutter in Marienthal
- Leichenfund in Hoheluft-West
- Haftbefehl und geplanter Prozessverlauf
- Ermittlungsstand und Aufruf an Zeugen
Angriff auf Stiefmutter in Marienthal
Am 18. Februar wurde die Polizei in den Hamburger Stadtteil Marienthal gerufen. In einer Wohnung in der Claudiusstraße soll der Beschuldigte mit einem Steakmesser mehrfach auf seine 51-jährige Stiefmutter eingestochen haben. Ein 40-jähriger Untermieter, der die Schreie hörte, griff ein und wurde ebenfalls am Kopf verletzt. Beide Opfer konnten noch selbst den Notruf wählen.
- Stiefmutter, 51 Jahre, schwer verletzt
- Mitbewohner, 40 Jahre, Kopfverletzungen
- Beide im Krankenhaus behandelt, keine Lebensgefahr
Der Tatverdächtige verletzte sich bei der Attacke selbst. Er wurde von der Polizei festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht.
Leichenfund in Hoheluft-West
Am Folgetag überprüften Beamtinnen und Beamte die Wohnung des 25-Jährigen in der Gneisenaustraße im Stadtteil Hoheluft-West. Dort lebte er mit seiner leiblichen Mutter. In der Küche fanden die Einsatzkräfte die Leiche einer 58-jährigen Frau, später als seine Mutter identifiziert. Erste Ermittlungen ergaben, dass sie vermutlich bereits seit dem Vorabend tot war.
Die Ermittlungen zu den Tatabläufen begannen unmittelbar. Mordkommission und Abteilung für Kapitaldelikte der Staatsanwaltschaft übernahmen den Fall.
Haftbefehl und geplanter Prozessverlauf
Bereits am Mittwoch nach den Taten wurde Haftbefehl gegen den 25-Jährigen erlassen. Die Strafkammer schloss die Öffentlichkeit noch vor der Verlesung der Anklageschrift aus. Der Verteidiger hatte dies zuvor beantragt.
Für das Sicherungsverfahren setzte das Gericht sechs Verhandlungstage an. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Mann zum Tatzeitpunkt möglicherweise schuldunfähig. Das Urteil soll Ende September fallen.
Ermittlungsstand und Aufruf an Zeugen
Die Polizei bat weiterhin um Hinweise zu beiden Tatorten. Ermittler prüfen alle Spuren und Zeugenaussagen, um die zeitliche Abfolge der Ereignisse zu klären.
Bisher steht fest, dass beide Angriffe innerhalb von weniger als 24 Stunden erfolgten. Die Schwere der Taten und der enge familiäre Zusammenhang haben in Hamburg für großes Aufsehen gesorgt.
Quelle: NDR, www.welt.sn2world.com