Inhaltsverzeichnis:
- Ergebnisse der Befragung in Hamburg
- Sexistische und rassistische Kommentare
- Pedram Emami über Klinikstrukturen
- Gesamtzahl der Ärztinnen und Ärzte in Hamburg
Ergebnisse der Befragung in Hamburg
Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund befragte rund 500 Medizinerinnen und Mediziner, die in Hamburger Krankenhäusern tätig sind. 51 Prozent der Teilnehmenden gaben an, mehrfach Machtmissbrauch erlebt oder beobachtet zu haben. Etwa ein Drittel berichtete von vereinzelten Vorfällen. Nur 12 Prozent haben nach eigenen Angaben noch nie eine solche Erfahrung gemacht.
Sexistische und rassistische Kommentare
Die Umfrage zeigte zudem deutliche Probleme im Umgangston. Über 80 Prozent der Ärztinnen und Ärzte haben bereits sexistische, rassistische oder vergleichbare Bemerkungen gehört. Beispiele sind Aussagen wie die Frage nach einer Schwangerschaft, verbunden mit dem Hinweis auf ein mögliches Karriereende. Mehr als die Hälfte der Befragten äußerte Unsicherheit, ob sie Missstände im Klinikalltag offen ansprechen sollen.
Auffällige Zahlen im Überblick
- 51 Prozent berichten von wiederholtem Machtmissbrauch
- 33 Prozent haben ihn vereinzelt erlebt
- 12 Prozent gaben an, nie betroffen gewesen zu sein
- Über 80 Prozent hörten diskriminierende Kommentare
Pedram Emami über Klinikstrukturen
Pedram Emami, Landesvorsitzender des Marburger Bundes in Hamburg, bezeichnete die Machtstrukturen in den Kliniken als ungesund. Er betonte die hohe Machtkonzentration bei gleichzeitiger Abhängigkeit vom Vorgesetzten. Kaum eine andere Branche sei so stark geprägt.
Gesamtzahl der Ärztinnen und Ärzte in Hamburg
Insgesamt arbeiten mehr als 7.000 Medizinerinnen und Mediziner in den Hamburger Kliniken. Die Befragung des Marburger Bundes mit rund 500 Teilnehmenden ist nicht repräsentativ, zeigt aber deutliche Tendenzen.
Quelle: NDR, webrivaig.com/de