Inhaltsverzeichnis:
- Entscheidung des Senats in Hamburg
- Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger
- Abstimmung in Wahllokalen und per Brief
- Konkurrenz aus Kiel, München und Rhein-Ruhr
Entscheidung des Senats in Hamburg
Der Hamburger Senat hat den Termin für das Referendum offiziell auf den 31. Mai 2026 festgelegt. Zuvor gab der Deutsche Olympische Sportbund seine Zustimmung zur Bewerbung. Hamburg verfügt laut Einschätzung des Verbands über ausreichende Sportstätten, Trainingsanlagen und Hotelkapazitäten. Zudem liegt ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Austragung von Sommerspielen vor.
Neben Hamburg erhielten auch Berlin, München und Rhein-Ruhr die Chance, ihre Bewerbungen weiterzuentwickeln. Deutschland strebt an, erstmals seit den Sommerspielen 1972 in München wieder Gastgeber zu werden. Für eine mögliche Ausrichtung stehen die Jahre 2036, 2040 oder 2044 im Raum.
Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger
Hamburg setzt auf breite Einbindung der Bevölkerung. Olympia-Chef Steffen Rülke betont die Bedeutung von Transparenz und aktiver Mitgestaltung. Geplant ist ein Informationswochenende mit Sportveranstaltungen. Sportsenator Andy Grote (SPD) unterstreicht, dass der Dialog mit den Menschen der Stadt im Mittelpunkt steht.
In allen sieben Bezirken Hamburgs soll es einen Olympia-Tag geben. Dort finden Workshops, Vorträge und Beteiligungsangebote statt. Zusätzlich ist eine große Online-Umfrage vorgesehen.
Geplante Maßnahmen zur Einbindung
- Informationswochenende mit Sportevents
- Olympia-Tage in sieben Bezirken
- Workshops und Vorträge
- Online-Umfrage für Anregungen
Abstimmung in Wahllokalen und per Brief
Das Referendum findet in 200 barrierefreien Wahllokalen statt. Bürgerinnen und Bürger können dort ihre Stimme abgeben. Die Möglichkeit zur Briefwahl besteht bereits ab Ende April 2026.
Die Ergebnisse der Informationsveranstaltungen und Umfragen fließen in die Weiterentwicklung des Konzepts ein. Damit soll sichergestellt werden, dass die Bewerbung die Interessen der Stadtgesellschaft widerspiegelt.
Konkurrenz aus Kiel, München und Rhein-Ruhr
Neben Hamburg planen auch andere deutsche Bewerber Abstimmungen. Der Segelstandort Kiel, die Städte München sowie die Region Rhein-Ruhr bereiten ebenfalls Referenden vor. Lediglich Berlin verzichtet bislang auf eine Bürgerbefragung.
Deutschland will sich mit diesen Bewerbungen international als Gastgeberland positionieren. Ob und wann die Bundesrepublik den Zuschlag für Olympische Spiele erhält, wird sich in den kommenden Jahren entscheiden.
Quelle: NDR, www.welt.sn2world.com