Dienstag, 26 August 2025 10:34

Großbrand auf der Hamburger Veddel hält Einsatzkräfte in Atem

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Feuerwehr bekämpft Flammen auf der Veddel Feuerwehr bekämpft Flammen auf der Veddel Pixabay/Foto illustrativ

Ein schweres Feuer in mehreren Lagerhallen auf der Hamburger Veddel hat seit Montagnachmittag für stundenlange Löscharbeiten gesorgt. Über 320 Feuerwehr- und Rettungskräfte kämpften in der Nacht gegen die Flammen. Auch am Dienstagmorgen waren noch rund 120 Einsatzkräfte vor Ort beschäftigt. Der Brand breitete sich schnell aus, da in den Hallen Hunderte Gasflaschen mit Lachgas gelagert waren.

Inhaltsverzeichnis:

Lorenz Hartmann berichtet über den Stand der Löscharbeiten

Feuerwehrsprecher Lorenz Hartmann erklärte, dass das Hauptfeuer inzwischen gelöscht sei. Dennoch gebe es weiterhin kleinere Brandherde. Diese entstanden vor allem auf einem benachbarten Containerhof. Feuerwehrleute mussten wiederholt neu ausbrechende Feuer bekämpfen. Der Einsatz wird nach Einschätzung der Feuerwehr noch viele Stunden dauern.

Während der Nacht kam es mehrfach zu Explosionen von Gasflaschen. Herumfliegende Trümmerteile stellten eine zusätzliche Gefahr dar. Fahrzeuge der Feuerwehr wurden getroffen, weshalb die Kräfte vorübergehend in sichere Distanz gebracht werden mussten. Später kamen Spezialfahrzeuge vom Hamburger Flughafen zum Einsatz. Diese großen Flugfeldlöschfahrzeuge, normalerweise für brennende Flugzeuge bestimmt, sprühten Wasser von einer Seite auf die brennenden Hallen.

Verletzte und Evakuierungen auf der Veddel

Insgesamt wurden 6 Personen verletzt. Darunter befanden sich 3 Feuerwehrleute, die ein Knalltrauma erlitten. Eine Person wurde lebensgefährlich verletzt. Die Verletzten wurden medizinisch versorgt.

Aus Sicherheitsgründen mussten 25 Menschen das Gefahrengebiet verlassen. Einige wurden mit Booten in Sicherheit gebracht. Auch eine Autofahrerin wurde verletzt, nachdem Trümmerteile auf die Autobahn 1 geschleudert wurden und einen Unfall verursachten.

Auswirkungen auf Hamburg und den Verkehr

Wegen der Explosionen flogen Trümmerteile weit durch die Luft. Die Autobahn 1 zwischen Dreieck Norderelbe und Hamburg-Südost wurde gesperrt. Diese Sperrung verursachte lange Staus und wurde erst am späten Montagabend aufgehoben. Die Polizei riet Verkehrsteilnehmern, über die Autobahn 7 auszuweichen.

Um 2 Uhr gab die Feuerwehr Entwarnung bezüglich der starken Rauchentwicklung über den Informationsdienst Nina. Dennoch blieb der Brand in Teilen Hamburgs spürbar, da Geruchsbelästigungen bis in die Innenstadt reichten. Messungen des Umweltdienstes bestätigten, dass keine Grenzwerte überschritten wurden. Ronny Bogenschneider vom Umweltdienst der Feuerwehr gab dazu die offiziellen Informationen.

Aurubis-Werk und technische Unterstützung

Der Kupferhersteller Aurubis sperrte vorsorglich Teile seines Werksgeländes, die an die Brandstelle angrenzen. Nach Angaben des Unternehmens war das Werk selbst nicht betroffen. Die Werksfeuerwehr von Aurubis beteiligte sich zusätzlich an den Löscharbeiten.

Das Technische Hilfswerk installierte Lichtmasten und Wasserpumpen, um die Arbeit in der Nacht zu erleichtern. Dank dieser Maßnahmen konnten die Einsatzkräfte den Brand gezielter bekämpfen.

Wichtige Eckpunkte des Einsatzes

  1. 6 Verletzte, darunter 3 Feuerwehrleute.
  2. 1 Person lebensgefährlich verletzt.
  3. 25 evakuierte Personen, teilweise per Boot.
  4. Über 320 Einsatzkräfte in der Nacht vor Ort.
  5. Sperrung der Autobahn 1 bis Montagabend.

Die Hamburger Feuerwehr rechnet damit, dass die Nachlöscharbeiten auch am Dienstag noch viele Stunden dauern werden.

Quelle: NDR, DIE ZEIT, YouTube/NDR Info, www.welt.sn2world.com