Inhaltsverzeichnis:
- Beitrag von Holm Putzke auf Facebook
- Rechtliche Bewertung und mögliche Folgen
- Ermittlungsverfahren in Hamburg
- Reaktion von Ingo Bott und weitere Schritte
Beitrag von Holm Putzke auf Facebook
Am 19. August 2025 veröffentlichte Holm Putzke einen Hinweis zu Botts akademischer Darstellung. Auf der Internetseite des Anwalts erschien zunächst die Bezeichnung „Prof. Dr. Dr. Ingo Bott“. Erst beim Anklicken des Namens wurde eine Unterseite sichtbar, auf der „Prof. h.c. Dr. Dr. h.c. Ingo Bott“ stand.
Die Erklärung dazu lautete:
- Universidad Tecnológica del Perú
- Universidad Nacional de Piura, Perú
Putzke stellte klar, dass es sich bei diesen Titeln ausschließlich um Ehrentitel aus Peru handelt. Bott dürfe nach deutschem Hochschulrecht allein den Doktorgrad führen, der ihm von der Universität Passau verliehen wurde.
Rechtliche Bewertung und mögliche Folgen
Nach den Bestimmungen des Landes Nordrhein-Westfalen müssen Ehrentitel aus Drittstaaten stets mit Institution und Land angegeben werden. Fußnoten oder Sternchenhinweise reichen streng genommen nicht aus.
Putzke kam daher zu dem Schluss, dass die auffällige Präsentation als „Prof. Dr. Dr. Ingo Bott“ unzulässig ist. Er warnte zudem: Wer akademische Bezeichnungen ohne Berechtigung nutze, müsse mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.
Ermittlungsverfahren in Hamburg
Die Staatsanwaltschaft Hamburg bestätigte am Donnerstag, dass ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Oberstaatsanwältin Melina Traumann erklärte, es gebe konkrete Hinweise darauf, dass Bott sich bis zum 19. August 2025 auf seiner Kanzlei-Website als „Prof. Dr. Dr.“ bezeichnet habe.
Die Vorwürfe im Detail:
- Professor und Doktor seien in einem Fall lediglich ehrenhalber verliehen worden.
- Die Auszeichnungen stammten von Universitäten in Peru.
- Ob auch in weiteren Fällen unklare oder unzulässige Titelverwendungen vorlagen, werde nun geprüft.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
Reaktion von Ingo Bott und weitere Schritte
Vor Beginn des Verfahrens hatte Bott bereits reagiert. Auf seiner Internetseite nahm er Änderungen vor. Einige Unterseiten wurden überarbeitet, doch die peruanischen Ehrentitel sind weiterhin sichtbar.
Bott erklärte zudem, er habe Putzke ein Gespräch angeboten, das jedoch abgelehnt worden sei. Er deutete an, dass die Diskussion möglicherweise mit der öffentlichen Aufmerksamkeit rund um den Block-Prozess zusammenhänge.
Putzke äußerte sich daraufhin erneut und betonte allgemein, dass er Hochstapler nicht ausstehen könne. Damit blieb die Auseinandersetzung zwischen beiden Juristen auch in den sozialen Netzwerken sichtbar.
Quelle: TAG24, www.24edu,info/de